Philosophie

Das Leben fliesst
Ich liebe es



Philosophie

Schaut hier immer mal wieder rein, ich ergänze laufend.
Das Leben fliesst und ich liebe es :-)

Schon immer hatte ich eine feine Art, Kinder zu führen,
sei es als Lehrperson für Kindergarten und Basisstufe,
als Tanzlehrerin oder Spielgruppenleiterin.
Schon immer war es mir wichtig, Kinder so zu nehmen, wie sie sind.
Schon immer war ich interessiert daran, an mir selber zu arbeiten, zu schauen, was läuft bei mir, warum passiert das jetzt grad, was macht es mit mir.

Als ich im 2016 Mutter eines wundervollen Sohnes wurde, wurde mir bewusst, dass ich auch mein Kind auf eine respektvolle Art, bindungsorientiert, aufwachsen lassen möchte. Ich wollte jedoch noch mehr wissen über den gleichwürdigen Umgang mit Kindern, wie ich mein Kind mit einem starken Selbstwertgefühl begleiten kann. So kam ich auf Jesper Juul - was er in seinen Büchern und Ansprachen erzählte, traf genau das, was ich aus dem Herzen schon machte und weitermachen wollte.
Ich meldete mich in einer Familylab Elterngruppe an und
es war wundervoll, was die Leiterin uns erzählte,
wie sie uns selber auch annahm, so wie wir waren, und auch, andere Eltern zu treffen, die ähnliche Bedürfnisse im Umgang mit ihren Kindern hatten.
Am Ende der Elterngruppe wusste ich, das war nicht genug, ich wollte mehr erfahren, wollte diese Werte auch an andere interessierte Fachpersonen weitergeben. Ich wurde auf die Weiterbildung zur Seminarleiterin und Elterngruppenleiterin bei Familylab aufmerksam gemacht - es war genau das, was mir damals noch fehlte! Im 2020 habe ich die Weiterbildung abgeschlossen und freute mich sehr, mein Wissen in meine Arbeit einfliessen zu lassen.

Einige Zeit später lernte ich Damaris Schulz und ihre Arbeit kennen,
habe bei ihrem Programm mitgemacht und
bilde mich in ihren Workshops stetig weiter.
Ihre Gruppe stützt mich auch darin, den Weg so zu gehen wie ich ihn gehe und mich mit anderen gleichgesinnten Eltern und Fachpersonen auszutauschen.

Der bindungsorientierte Ansatz hat sich bei mir sehr verinnerlicht.
Da ich immer noch tiefer gehen möchte, mehr erforschen, erfahren und wissen möchte, bilde ich mich stetig weiter im bindungsorientierten Ansatz.
Im Zusammensein mit meinem eigenen Sohn und anderen Kindern,
im Begleiten von Familien und allem was ich tue,
lerne ich ebenfalls täglich dazu.
 
Das ist, was ich immer schon in meinem Herzen getragen habe
und auch weitergeben möchte:
Unsere Kinder brauchen eine sichere Umgebung, 
eine sichere Bindung an uns Erwachsene, um sich gesund entwickeln zu können und um zu eigenständigen Menschen zu werden.

Jedes Lebewesen ist einzigartig. 

Du bist gut so, wie Du bist.


Im Umgang mit Kindern und Pferden wende ich keine Rezepte an.
In den Begegnungen mit Menschen und Tieren stehen für mich die Beziehungen im Vordergrund.

Ich habe persönliche Wertvorstellungen, über die ich immer wieder nachdenke,
und die sich auch verändern können.
Diese Werte gebe ich den Kindern, mit denen ich zu tun habe, weiter.
Und das vor allem, indem ich ihnen diese Werte vorlebe.
Kinder lernen vor allem durchs Abschauen und Erleben -
wenn sie zum Beispiel sehen,
dass ich den Pferden ohne Druck und Zwang begegne,
lernen sie, selber auch ohne Druck und Zwang mit den Pferden umzugehen.

Ich lebe Gleichwürdigkeit in den Beziehungen:
Alle Kinder, egal wie alt, sind für mich von gleichem Wert,

ich respektiere den anderen so, wie er ist.
So entstehen gesunde Beziehungen,
und so können die Kinder auch für ihr Leben lernen.

"Je stärker jeder Einzelne sich als Individuum definiert,
desto stärker ist eine Gemeinschaft".

Ich sage JA zu mir, aber auch mal NEIN zu den Wünschen anderer.
Ich wahre die Integrität der anderen und meine eigene.
Wenn die Kinder von Klein an lernen, dass ihre Bedürfnisse und Grenzen ernst genommen werden,
wenn sie erleben, dass sie gesehen werden, können sie sich dann auch mit den Bedürfnissen und Grenzen anderer auseinandersetzen.
Als Mutter, als Lehrperson, als Therpeutin und als Spielgruppenleitern setze ich keine Grenzen für die Kinder,
sondern zeige meine eigenen Grenzen auf.
Die Kinder dürfen bei mir erleben, dass sie bei mir sicher sind.
 
Ich möchte authentisch sein und handeln,
und gebe den Kindern echte Rückmeldungen,
die sind wirkungsvoller, und dabei wahre ich den Selbstwert der Kinder.
Ich lobe und strafe die Kinder nicht.
Damit vermittle ich den Kindern vor allem auch,
dass jedes in Ordnung ist, wie es ist.
Ganz wichtig ist mir auch, dass die Kinder ihr eigenes Potential entfalten können, und dass ihre Motivatione erhalten bleibt.

Ich übernehme die Verantwortung für mein eigenes Leben,
für mein Handeln, und für meine Werte.

Ich trage die Verantwortung für die Qualität der Beziehungen zu den Kindern (und den Pferden!), und in den Gruppen, die ich führe.
Deshalb begleite ich auch Kindergruppen nahe,
damit nicht Kinder für andere Kinder Sachen übernehmen müssen,
die sie nicht übernehmen können.

Kinder können die Verantwortung für die Qualität der Beziehungen
nicht übernehmen,
aber sie werden mit der Fähigkeit geboren,
persönliche Verantwortung zu übernehmen!
Ein Baby, das stillen möchte, schmatzt mit dem Mund.
Ein Kind, das nicht mehr sitzen mag, fängt sich an zu bewegen, steht auf.
Kinder können Grenzen und Bedürfnisse verdeutlichen,
aber ich als erwachsene Bezugsperson bin verantwortlich dafür,
diese Kompetenz der Kinder zu anerkennen.
Und meine Aufgabe ist es, zu erkennen, was die Kinder brauchen,
ihnen auch öfters vorzuzukommen, damit sie erleben,
"Ich bin hier sicher, diese Person weiss, was ich brauche,
diese Person sorgt für mich".

So können die Kinder später auch soziale Verantwortung übernehmen,
hilfsbereit sein, Mitgefühl zeigen, rücksichtsvoll und mit Respekt handeln.

Ich lebe diese Werte auch den Pferden gegenüber - meine Pferde dürfen freiwillig, ohne Druck und Zwang, mitmachen.
Ich habe mich mein ganzes Leben lang entwickelt, und entwickle mich weiter.
Ich mache täglich Fehler, und das ist in Ordnung so.
Denn ich lerne aus den Fehlern und übernehme die Verantwortung dafür.